Bürgerbegehren: Grundschule Liethstraße statt Billerbeck
Panoramaaussicht auf die Stadt Holzminden und den Fluss mit grünen Bäumen und Architektur.

Mitbestimmung für eine starke Gemeinschaft                

Bürgerinnen und Bürger zu mehr Teilhabe in kommunalen Prozessen zu motivieren ist das Ziel . Demokratie lebt vom Mitmachen – werden Sie Teil davon!

Gemeinsam mehr erreichen
Bürgerbegehren Grundschulstandort 

Wir sind Menschen der Stadt Holzminden unterschiedlichen Alters. Mit Kindern. Manche schon immer in Holzminden lebend. Manche hinzugezogen. Uns verbindet der Anspruch, dass Kinder Raum brauchen und eine wertvollen Lernumgebung, um gut lernen zu können. Deswegen sagen wir, dass der beschlossene Standort Billerbeck, ehemaliges Campe1-Gelände ,nicht der richtige ist.

Vorteile einer kindgerechten Schulumgebung

Kindgerechte Schulen bieten Raum für Bewegung, frische Luft und Ruhe – essentielle Faktoren für konzentriertes Lernen und gesundes Aufwachsen. Dieses ist am Standort Billerbeck nicht möglich! Allein der Transport der Kinder zur Hauptverkehrszeit in das Zentrum von Holzminden ist für die Kinder stressig. Auch für die Anwohner, da das Verkehrsaufkommen durch den Schülertransport sich erhöhen wird.

Kinder brauchen Freiraum und Pausen! Ist das am Billerbeck möglich?

Im Umfeld der Oberschule Holzminden.? Die Schule die erweitert werden muss und damit wird die Restfläche des Jahnplatzes überbaut. Wie sieht es mit dem Sportunterricht aus? Kinder haben ein Recht darauf! Kann die Turnhalle Billerbeck die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schüler von Oberschule und neuer Grundschule erfüllen? Wir sagen NEIN!

 Ist es den Schülerinnen und Schülern zuzumuten, dass sie, z.B., ihre Mittagsfreizeit für den Weg zum Sportpark Liebigstraße opfern müssen? Auch hierzu sagen wir NEIN!

 

Es gibt aber auch wirtschaftliche Gründe für den Stadtort Liethstraße

Siehe Vorlage 0506-23 RIS Machbarkeitsstudie Mai 2023 Nachdem der Landkreis aus dem gemeinsamen Projekt Schulstandort ausgestiegen ist, blieben nur die Varianten GS Billerbeck und GS Liethstraße aus der Machbarkeitsstudie übrig.

Mit klarer Aussage der Planer für den Standort Liethstraße!

Einmal aus wirtschaftlicher Sicht, der Standort Liethstraße würde der Stadt Holzminden ca. 4,3 Mio. € geringere Kosten bescheren !

Aber auch aus verkehrstechnischer Sicht. Das Verkehrsaufkommen rund um den Standort Billerbeck -Haarmannplatz-Wilhelmstraße-Bgm.--Schrader-Straße- würde sich durch den Schülertransport, auch dem sogenannten „Elterntaxi“, erheblich erhöhen.

 

Bürgerbegehren 
"Ja zur Grundschule Liethstraße"

Wir werden ein Bürgerbegehren durchführen, um den Rat der Stadt Holzminden zum umdenken zu bewegen. Der Rat der seit 2018 an einen Grundschulstandort Billerbeck/Wilhelmstraße festhält, obwohl Stadtverwaltung und Machbarkeitsstudie den Standort Liethstraße als flexibelste und wirtschaftlichste Lösung für den Bau einer Grundschule ansieht!

Wir bitten um Ihre Stimme Ihre Stimme der Vernunft und des Pragmatismus,

Ihre Stimme für eine Grundschule Liethstraße,

Die Mehrheit des Rates und des Schulausschusses der Stadt Holzminden hat sich seit 2018 immer wieder für den Bau einer Grundschule am Standort „Billerbeck/Wilhelmstraße“ und gegen den Standort „Liethstraße“ ausgesprochen.

Obwohl Stadtverwaltung und externe Berater den Standort Liethstraße gegenüber dem Standort Billerbeck/Wilhelmstraße als das flexibelste und wirtschaftlichste Resultat für die StadtHolzminden ansehen.

Der richtige Standort

Die Frage nach dem richtigen Schulstandort ist weit mehr als eine organisatorische Entscheidung. Sie betrifft pädagogische Konzepte, infrastrukturelle Voraussetzungen, soziale Rahmenbedingungen und nicht zuletzt politische Verantwortung. In der vorliegenden Situation hat sich die Mehrheit des Rates sowie des Schulausschusses gegen den Standort „Liethstraße“ ausgesprochen. Diese Entscheidung wirft Fragen auf: Welche Gründe sprechen gegen diesen Standort? Welche Abwägungen lagen der Entscheidung zugrunde?

Die Rolle des Rates und des Schulausschusses

Zunächst ist die Rolle des Rates und des Schulausschusses zu betrachten. Als politisches Gremium einer Kommune befasst sie sich mit schulischen Angelegenheiten und bereitet entsprechende Beschlüsse vor. Wenn eine Mehrheit dieser Gremien einen Standort ablehnt, stellt dies eine deutliche politische Positionierung dar. Worauf begründet sich diese Positionierung?

Die Ablehnung

Gründe für eine Ablehnung können vielfältig sein. Moderne Schulen benötigen flexible Lernräume, eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, Möglichkeiten zur Differenzierung sowie barrierefreie Zugänge. Darüber hinaus spielen ausreichende Sportflächen, funktionale Außenanlagen und zeitgemäße Sicherheitsstandards eine zentrale Rolle. Angesichts sich verändernder Schülerzahlen und wachsender Anforderungen an Ganztagsangebote muss ein Standort zudem langfristig erweiterungsfähig und anpassbar sein. Standortentscheidungen sind jedoch nicht ausschließlich sachlich, sondern häufig auch emotional geprägt. Gerade deshalb ist ein transparenter und strukturierter Entscheidungsprozess von besonderer Bedeutung.

Der Entscheidungsprozess

Ein professioneller Entscheidungsprozess berücksichtigt mehrere zentrale Kriterien: pädagogische Qualität, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Zukunftsfähigkeit. Moderne Schulbauten müssen energieeffizient konzipiert sein und flexible Lernformen ermöglichen. Offene Lernlandschaften, digitale Ausstattung und Ganztagsstrukturen stellen hohe Anforderungen an räumliche Konzepte.
Finanzielle Aspekte sind zwingend zu berücksichtigen. Kommunale Haushalte unterliegen klaren Begrenzungen. Ein Standort kann wünschenswert erscheinen, jedoch wirtschaftlich nicht tragfähig sein. Auch soziale Gesichtspunkte spielen eine Rolle. Die Lage einer Schule beeinflusst Erreichbarkeit, Einzugsgebiet und Zusammensetzung der Schülerschaft. Standortentscheidungen haben daher nicht nur organisatorische, sondern auch gesellschaftspolitische Dimensionen. 
Langfristig sollte jede schulpolitische Entscheidung das Wohl der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellen. 

©Karl-Heinz Klein

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